Solidarität
verbindet
Beitragsbild: Solidarität verbindet Erster Zwischenstand

Solidarität verbindet
Erster Zwischenstand

21.10.2019

Seit 1. Oktober ist die Kampagne offiziell gestartet, auch wenn es vorher schon vereinzelt Material gab. Wie verlief der Auftakt?

Lara: Schon Mitte September hatten wir als Vorbereitung das Rundschreiben „+1“ verschickt. Darin haben wir alle Mitglieder aufgefordert, mit einem beigelegten Beitrittsformular jeweils ein weiteres Mitglied zu werben. Außerdem haben wir auf die bevorstehende Kampagne und Möglichkeiten sich an dieser zu beteiligen hingewiesen. Zum Beispiel, dass jeder und jede Material im Literaturvertrieb bestellt und dieses bei sich streut.

Sam: Das hat auch tatsächlich sehr gut funktioniert. Jetzt, knapp 4 Wochen später, sind bereits über 200 Neumitglieder über das den verschickten Beitrittszettel eingetreten, und täglich kommen weitere hinzu. Außerdem haben viele Einzelmitglieder Flyer, Plakate und Aufkleber bestellt, um sie in ihrem Umfeld zu verbreiten. Allein die Tatsache, dass so viele ansonsten passive Mitglieder sich aktiv an der Kampagne beteiligen, ist schon ein Riesenerfolg. Nicht zuletzt dadurch stehen wir jetzt vor der Situation das Material nachzudrucken zu müssen, denn durch die große Nachfrage sind fast alle der tausendfach gedruckten Plakate vergriffen. Damit hatten wir wirklich nicht gerechnet.

Das Layout der Kampagne hat ja einen völlig anderen Style als bisheriges RH-Material. Wie kommt der an?

Lara: Nachdem wir lange überlegt hatten, ob wir das so machen können, sind wir jetzt eigentlich ziemlich erleichtert und froh das so umgesetzt zu haben. Denn wir bekommen tatsächlich viel positives Feedback. Die Idee dabei war ja ein Layout zu entwickeln, das ein möglichst breites Spektrum von linken Aktivistinnen anspricht. Unsere Kernaufgaben und zentralen Themen sollen klar formuliert sein, um potenziellen Sympathisantinnen unseren Ansatz und unsere Arbeit zu vermitteln. Und die Plakate sollen im Gewerkschaftshaus und im Weltladen ebenso funktionieren wie im Autonomen Zentrum, die Flyer sollen bei Fridays for Future genauso verteilt werden können wie bei Seebrücke-Demos oder einer Antifa-Aktion.

Sam: Die Idee ist offenbar aufgegangen. Zum einen sind viele echt begeistert von der Homepage und dem Layout, zum anderen werden die Flyer und Plakate massenhaft nachgefragt und verteilt. Aus vielen Städten bekommen wir Rückmeldungen, dass das Material in unterschiedlichen linken Spektren gut ankommt und auf den verschiedensten Demos und Veranstaltungen präsent ist.

Das heißt, die Ortsgruppen greifen die Kampagne stark auf?

Sam: Ja, viele Ortsgruppen beteiligen sich daran, indem sie bei sich vor Ort plakatieren und flyern und auch Veranstaltungen organisieren, die unter dem Motto „Solidarität verbindet“ stehen. Etliche Ortsgruppen haben uns ihre Termine geschickt, die wir auf der Kampagnen-Website veröffentlichen, und berichten uns über ihre bisherigen Aktivitäten im Rahmen der Kampagne. Da die Kampagne aber noch an ihrem Anfang steht hoffen wir schon, dass sich noch weitere OGen auch in inhaltlicher Art und Weise beteiligen und z.B. Veranstaltungen organisieren. Da ist definitiv noch Luft nach oben und die Kampagne hat ja auch wirklich gerade erst angefangen.

Lara: Es ist für uns selbstverständlich ein wichtiges Feedback, dass wir sowohl die Erfolge aus den einzelnen Städten erfahren, aber auch die Fälle, in denen die Kampagne vielleicht nicht so gut ankommt. Ziel ist ja auch, als Rote Hilfe e.V. in neuen Räumlichkeiten präsent zu sein und auch mal mit anderen linken Gruppen und Organisationen die Zusammenarbeit zu verbessern, zum Beispiel durch gemeinsame Veranstaltungen. Bisher hören wir aber eigentlich fast nur Positives.

Wie ist der weitere Verlauf geplant?

Lara: Für die nächste Zeit sind wir erstmal gespannt, wie es mit den Bestellungen und den lokalen Aktivitäten weitergeht. Die Kampagne lebt – wie die gesamte Arbeit der Roten Hilfe e.V. – von der Umsetzung in den Ortsgruppen. Aus vielen Städten wissen wir, dass erst jetzt die Planungen richtig anlaufen. Für die nächsten Wochen können wir mit weiteren positiven Entwicklungen rechnen und hoffen, dass die Begeisterung weiter anhält.

Sam: Prinzipiell soll die Kampagne bis zu den Veranstaltungen rund um den 18.3., den Tag der politischen Gefangenen, andauern, zu dem die Rote Hilfe ja traditionell Veranstaltungen, Demos usw. organisiert. Was wir als Kampagnen-AG bis dahin beitragen, hängt selbstverständlich auch sehr stark davon ab, was sich im Verlauf der kommenden Monate als sinnvoll oder nötig erweist. Zum Kampagnenabschluss im März 2020 planen wir eine größere Veranstaltung, mit der wir auch nochmal versuchen wollen in die überregionale Presse zu kommen. Ansonsten sind wir immer offen für Ideen aus den Ortsgruppen oder auch von engagierten Einzelmitgliedern.

Lara: Zusätzlich vielleicht noch der Hinweis, dass wir uns auch sehr über Feedback freuen. Schreibt uns einfach ne Mail!

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